Die Publikationen der VAD erscheinen im Lit Verlag und können hier online erworben werden.
Anna Maria Brandstetter, Gerhard Grohs, Dieter Neubert (Hrsg.):
Afrika hilft sich selbst. Prozesse und Institutionen der Selbstorganisation.
Afrika wird häufig mit verkürzenden und einseitigen Etiketten versehen: es gilt als "Katastrophenkontinent", als Opfer kolonialer und postkolonialer Ausbeutung oder als Kontinent der Entwicklungshilfe und -projekte. Gemeinsam ist diesen Deutungen, daß sie Afrika immer mit Passivität, fehlender Eigeninitiative oder Handlungsunfähigkeit verbinden. Gibt man jedoch diese selektive Wahrnehmung auf, so zeigt sich, daß es in Afrika sehr vielfältige und eigenständige Prozesse und Strukturen der Selbstorganisation gibt. Einige der Ansätze, wie Selbsthilfegruppen, der informelle Sektor oder der Bereich des Kleingewerbes, werden inzwischen schon allgemein zur Kenntnis genommen, andere Entwicklungen blieben bislang weitgehend unbeachtet, so beispielsweise die Versuche politischer Zusammenarbeit in Westafrika oder die Formierung lokaler Kulturen gegen Globalisierung und Modernisierung, in denen neue Formen des Denkens und Handelns zum Ausdruck kommen, auch wenn sie sich häufig auf vermeintliche Traditionen berufen.
Anna Maria Brandstetter, Gerhard Grohs, Dieter Neubert (Hrsg.)
Afrika hilft sich selbst. Prozesse und Institutionen der Selbstorganisation.
Schriften der Vereinigung für Afrikawissenschaften in Deutschland, Bd. 15 (1994)
512 Seiten, broschiert
30,90 EUR
ISBN 3-89473-698-4
Peter Meyns (Hrsg.): Staat und Gesellschaft in Afrika.
Erosions- und Reformprozesse.
Die Nachrichten, die aus Afrika kommen, sind heutzutage selten gut. Wir erleben einen Kontinent, der seit einem Jahrzehnt von tiefgreifenden Entwicklungsproblemen geprägt ist. Bei aller Vorsicht, Krisensituationen ganz unterschiedlicher Ausprägung auf einen Nenner zu bringen, dürfte die Feststellung unstrittig sein, daß sich in den Entwicklungen der 80er Jahre und bis heute das Scheitern des nachkolonialen Modernisierungsprojekts in Afrika manifestiert. Sowohl die Modernisierungstheorie selbst als auch die alternativ dazu konzipierten dependenztheoretischen Ansätze, die beiden dominierenden entwicklungstheoretischen Paradigmen der 60er und 70er Jahre, haben zu diesem Scheitern beigetragen.Vor diesem Hintergrund kann es indessen nicht darum gehen, alle bisherigen Entwicklungserfahrungen als unbrauchbar abzuschreiben. "Modernisierung" ist nach wie vor ein vielfach angestrebtes Ziel in Afrika; das verdeutlicht allein schon die zentrale Stellung der Demokratisierungsprozesse zu Beginn der 90er Jahre. Nicht minder wichtig ist die Feststellung, daß die Menschen in Afrika in der Krise eine Fülle von Überlebensstrategien in verschiedensten Lebensbereichen entwickelt haben. Dieser Überlebenswille und diese Überlebensfähigkeiten werden nur zu oft vor den Hiobsbotschaften von Bürgerkriegen, Flucht, Dürre, Hungersnöten und Krankheitsepidemien ausgeblendet. Das übergreifende Thema "Staat und Gesellschaft in Afrika - Erosions- und Reformprozesse" zielt daher ausdrücklich darauf ab, beide Seiten der Entwicklung in Afrika, Niedergang und Neuanfang, einzubeziehen. Zudem hebt es mit Bedacht auf die Vielfältigkeit der zu beobachtenden und zu untersuchenden Entwicklungsprozesse in Afrika ab.
Peter Meyns ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Duisburg.
Peter Meyns (Hrsg.)
Staat und Gesellschaft in Afrika. Erosions- und Reformprozesse. Jahrestagung der VAD vom 28.-30. April 1995 in Duisburg.
Schriften der Vereinigung für Afrikawissenschaften in Deutschland, Bd. 16 (1996)
552 Seiten, broschiert
35,90 EUR
ISBN 3-8258-2461-6
Heike Schmidt, Albert Wirz (Hrsg.):
Afrika und das Andere. Alterität und Innovation.
Afrika und das Andere. Alterität und Innovation. Mit diesem thematischen Schwerpunkt knüpfte die gemeinsame Fachtagung von Afrikanistentag und VAD 1996 an die Diskussion um die Möglichkeiten der kulturellen und sozialen Differenz an, welche im Zeichen von Postkolonialismus und Globalisierung neue Dringlichkeit erreicht haben. Jede Gesellschaft, jede Zeit imaginiert sich ihr Anderes und entwickelt eigene Formen des Umgangs mit diesem Anderen. Wie aber sind afrikanische Gesellschaften in Vergangenheit und Gegenwart mit dem Problem der Alterität umgegangen? Zusätzliche Sprengkraft erhält die Fragestellung, wenn man sich vergewissert, daß der rationale Umgang mit dem Anderen in der Form von Neuem ein Wesensmerkmal der Moderne ist. Sollten afrikanische Gesellschaften in wichtigen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens vielleicht moderner sein als die europäischen? Der Sammelband legt Zeugnis ab vom Stand der aktuellen Diskussion, wie er in der 1996er Tagung zum Ausdruck kam. Es melden sich Literaturwissenschaftler und Ethnologen zu Wort, Soziologen, Agrarwissenschaftler, Religionswissenschaftler, Politologen und Historiker, Theoretiker und Praktiker.
Heike Schmidt ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Afrikawissenschaften der Humboldt-Universität Berlin.
Heike Schmidt, Albert Wirz (Hrsg.)
Afrika und das Andere. Alterität und Innovation.
Schriften der Vereinigung für Afrikawissenschaften in Deutschland, Bd. 17 (1998)
408 Seiten, broschiert
30,90 EUR
ISBN 3-8258-3395-x
Hans Peter Hahn, Gerd Spittler (Hrsg.): Afrika und die Globalisierung.
Hans-Peter Hahn ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bayreuth.
Gerd Spittler ist Professor für Ethnologie an der Universität Bayreuth.
Hans Peter Hahn, Gerd Spittler (Hrsg.)
Afrika und die Globalisierung.
Schriften der Vereinigung für Afrikawissenschaften in Deutschland, Bd. 18 (1999)
528 Seiten, broschiert
30,90 EUR
ISBN 3-8258-4363-7
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